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CRPS Morbus Sudeck Aufklärung und Definition

Aufklärung und Definition

 

Was ist CRPS Morbus Sudeck überhaupt

Die häufigsten Symptome von CRPS Morbus Sudeck

Wie wird CRPS Morbus Sudeck erkannt

Wie wird CRPS Morbus Sudeck behandelt und welche möglichen Therapien gibt es

Spätfolgen schwerer Krankheitsverlauf/Fehldiagnose/Fehlbehandlung

Definition Schmerz

Definition Nervenschmerz (Neuralgie)

Hinweis

 

 

 

Was ist CRPS Morbus Sudeck überhaupt

CRPS, auch bekannt unter Reflexdystrophie, Neurodystrophie, Algodystrophie, Schulter-Hand-Syndrom, Sudeck-Knochenatrophie, Sympathische Reflex-Dystrophie, komplexes regionales Schmerzsyndrom (Complex regional pain Syndrome) ist ein relativ seltenes neurologisch-orthopädisch-traumatologisches Schmerzsyndrom einer oder mehrerer Extremitäten, dem ein Trauma in Form von einem kleinen operativen Eingriff oder Prellungen sowie Brüchen voran gehen kann. Ebenso gut kann ein mögliches Trauma ungeklärt bleiben. Man unterscheidet unter CRPS Typ I und Typ II, wobei mit Typ II eine nachgewiesene periphere Nervenverletzung einhergeht. Schätzungen zufolge kommen 10.000 – 40.000 Neu-Fälle pro Jahr allein in Deutschland hinzu.

 

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Die häufigsten Symptome von CRPS Morbus Sudeck

Anfänglich zeigen sich sogenannte klinische (sichtbare) Symptome wie Veränderung der Hautfarbe, Asymmetrie (unterschiedlich) der Hauttemperatur, übermäßiges Schwitzen der betroffenen Extremität, reduzierte Beweglichkeit, Tremor (zittern), Schwäche und Veränderungen im Haar-/Nagelwachstum. Hyperalgesie (übermäßige Schmerzempfindlichkeit), Hyperästhesie (Überempfindlichkeit für Berührungsreize) und Schmerz der nicht in Zusammenhang mit der möglichen Vorerkrankung zu bringen ist, sind ebenfalls deutliche Anzeichen. Rasch können sich die Symptome verschlimmern, dabei kommt es insbesondere zu stärksten Schmerzen.

 

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Wie wird CRPS Morbus Sudeck erkannt

Dabei steht gerade das klinische Bild im Focus. Dazu kommt eine wiederholte oder dauerhafte Messung der Hauttemperatur im Seitenvergleich. Man spricht von „primär warm“- Hauttemperatur von Beginn an wärmer und „primär kalt“- Hauttemperatur von Beginn an kälter (betroffene Extremität). Ein Knochenzsintigramm und oder Röntgenaufnahmen im Seitenvergleich, es können sich nach 4-8 Wochen oder schon zu Beginn kleinfleckige, osteoporotische Gelenk-nahe Veränderungen zeigen, dienen lediglich zur Bekräftigung des klinischen Befunds von CRPS. Die apparative Diagnostik wird nur zur Bestätigung des klinischen Befunds verwendet und dient ansonsten dem Ausschlussverfahren.

 

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Wie wird CRPS Morbus Sudeck behandelt und welche möglichen Therapien gibt es

Am häufigsten kommt heutzutage die sogenannte multimodale Schmerztherapie zur Anwendung. Das ist eine kombinierte Schmerzbehandlung bestehend aus: einer medikamentösen Einstellung, Physio-/Ergotherapie und einer psychologischen Unterstützung. Letzteres steht für die Verarbeitung von Spätfolgen und die Akzeptanz von CRPS Morbus Sudeck. Frühere Annahmen, CRPS gehe von einer vorher psychischen Erkrankung als Ausbruchsursache aus, sind heutzutage weitestgehend widerlegt. Jedoch können hinzukommende psychische Faktoren den Krankheitsverlauf beeinflussen. Als durchaus gängige Methode, ist die sogenannte SCS-Behandlung bekannt. Dabei werden Elektroden an das Nervengeflecht, welches für die betroffene Region zuständig ist, implantiert und ein Neurostimulator kommt zum Einsatz. Fragen dazu beantwortet gern Ihr Facharzt.

 

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Spätfolgen schwerer Krankheitsverlauf, Fehldiagnosen, Fehlbehandlung

Die Folgen einer Fehldiagnose und/oder eines schweren Krankheitsverlaufs sowie Fehlbehandlungen gestalten sich mild bis katastrophal (auch ein gut eingestellter/behandelter CRPS kann katastrophale Verläufe haben, in der Regel bleibt ein einmal ausgebrochener CRPS zeitlebens bestehen. Die Frage ist nur „Wie wird CRPS verlaufen ?“. Zu einem Rückgang der Symptome kommt es oft erst nach vielen Jahren bis hin zu Jahrzehnten.) Diese reichen von dauerhafter Funktionseinschränkung der betroffenen Extremität über Verschlimmerung der Symptome, Versteifung von Gliedmaßen, dauerhaftes Verkürzen von Sehnen, Durchblutungsstörungen, Rückbildung von Muskel- und Bindegewebe, Arthrose und/oder Osteoporose, dauerhaft stärkste Schmerzen die kaum noch oder gar nicht mehr medikamentös behandelt werden können bis hin zur Amputation der betroffenen Extremität. Hinzu kommt die seelische Belastung (Verlust von Arbeitsplätzen, soziale Abgrenzung/Ausgrenzung, Freunde verabschieden sich, finanzielle Nöte, Mobilitätseinschränkungen uvm.). In nicht seltenen Fällen durchleben Betroffene oft ihr ganzes Leben lang Höllenqualen. Eine dauerhafte psychologische Behandlung ist oder wird unabdingbar. Suizidale Gedanken und Umsetzungen sind oft bei Betroffenen zu finden.

 

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Definition Schmerz

Schmerz ist eine komplexe subjektive Sinneswahrnehmung, die als akutes Geschehen den Charakter eines Warn- und Leitsignals aufweist und in der Intensität von unangenehm bis unerträglich reichen kann.
Als chronischer Schmerz hat es den Charakter des Warnsignals verloren und wird heute als eigenständiges Krankheitsbild (chronisches Schmerzsyndrom) gesehen und behandelt.

 

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Definition Nervenschmerz (Neuralgie)

Neuralgie ist das medizinische Fachwort für Nervenschmerz. Es bezeichnet Schmerzen, die sich im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Nerven (Innervationsgebiet) ausbreiten und durch diese verursacht werden. Nervenschmerzen können unter anderem brennend, heiß und/oder fröstelnd, reißend, schneidend, drückend und/oder stechend empfunden werden.

 

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Hinweis:

Dies ist lediglich eine mögliche Definition und zusammen getragene Informationen worauf sich nicht berufen werden kann. Jede CRPS-Erkrankung ist in deren Sache einzigartig und beinhaltet nicht unbedingt alle oben aufgeführten Symptome.
Bei Ergänzungen, Fragen und Anregungen: oliver.hoehne@aktiv-gegen-crps.de

 

 

 

Begriffsklärung